Warum ich Roman Wallner nicht böse bin

Der Home-Video Beitrag über Emanuel Pogatetz der gestern vor dem Ländermatch im ORF lief, der hat mich doch sehr nachdenklich und traurig gestimmt. Von wegen, wie die kleine Tochter anfangs nicht in den Kindergarten gehen wollte, weil sie ja kein Wort Englisch konnte. Und das Weihnachtsfest, dass für die Familie Pogatetz (mittlerweile zwei Kinder) ja so ganz anders abläuft, hier fernab der Heimat.

Na gut, von einer Tragödie ist das alles meilenweit entfernt. Aber, meine Selbstverständlichkeit mit der ich als Zuseher von meinen gern gesehenen Spielern verlange, dass sie alles dem Sport unterstellen, die ist halt nicht so einfach zu verteidigen.

Ich mein, selbst Schuld, wer glaubt dass er schon in jungen Jahren eine Familie braucht, die einem in seiner Beweglichkeit einschränkt. Aber wenn ein, sagen wir mal Mechaniker, ein Jobangebot aus der Ukraine ausschlagen würde, wird er wohl nicht so schnell als Muttersöhnchen verhöhnt werden, wie ein Fußballer in derselben Situation.

Betrachten wir doch mal jüngere Spieler. Von denen ja zu Recht verlangt wird, dass sie schnellstmöglich die Handyliga hinter sich lassen sollen. Sebastian Prödl zum Beispiel. Ab Sommer 2008 bei Werder Bremen. Super Umfeld, die sportlichen Aussichten sind top und das finanzielle wird wohl auch mehr als korrekt sein. Aber würde Ich nach Bremen ziehen? Nur aufgrund eines (sicher tollen) beruflichen Angebotes? Jetzt tue ich der Stadt natürlich Unrecht, aber: ich kann es mir schwer vorstellen.

Es ist natürlich eine super Sache, wenn einer die Chance für eine Weiterentwicklung wahrnimmt, aber man sollte doch ein Minimum an Verständnis aufbringen, wenn einer die sich bietenden Chancen ungenützt lässt. Ja, schlicht und ergreifend auch zufrieden ist, mit dem erreichten Mittelmass. Als ob ein Fußballer nichts anderes tun würde als ständig Fußball zu leben und nichts außerhalb besitzen kann.

Vielleicht ist das ja nur meine eigene Lustlosigkeit irgendetwas von Wert zu erreichen/erschaffen, die da jetzt "Versagertum" schön redet. Aber muss jeder Fußballer den Wunsch haben eine großartiger Fußballer zu werden? Nur weil der Fußball an und für sich tolle Projektionsmöglichkeiten bietet, wird dadurch nicht die Tatsache aufgelöst, dass es für manch einen nicht mehr als ein eingeschlagener Berufsweg ist. Hört man nicht gerne, aber nur weil jemand (von mir aus auch mit Leidenschaft und Freude und so einem Blödsinn) Gitarre spielt/ins Mikrophon grölt/auf die Felle einschlägt, lebt er auch das böse, wilde Rock'n'Roll Klischee.

Das ganze lässt sich ja gleich auf den Drogenkonsum überführen. Fußballer dürfen ja nicht mal kiffen. Nicht dass ihnen damit groß etwas entgehen würde, aber es verneint die gesellschaftliche Realität.

Und klar, Saufen macht blöd, aber es ist und bleibt nun mal mein Körper, dem ich da Wochenende für Wochenende mit Gift voll pumpe.
Es muss ja nicht gleich jeder so enden wie der Wallner-Bua, den wir ja alle schon sturzbetrunken erlebt haben. Nur, war ich an diesem Abend groß Nüchtern, oder wie?

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