Bildschirm

Montag, 18. August 2008

Steven Fucking Spielberg

Ist Munich eigentlich der erste Spielberg Film mit einer Sex Szene?

Ansonsten, naja, die Bildkomposition prächtig, da muss ein Haufen Arbeit und Gehirnschmalz dahinter stecken. Die Geschichte selbst, lässt mein Herz jedoch kalt, liebster WonderBoy.

Samstag, 9. August 2008

South Park Season 12

Unglaublicherweise ist South Park heuer in sein 12. Jahr gegangen, für eine TV-Serie eine ewige Zeit, trotzdem hab ich South Park immer noch ein wenig als was „neues“ im Kopf, gerade im Vergleich zu den Simpsons. Ist natürlich ein Blödsinn und wahrscheinlich das Gehirn eines alten Mannes. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Macher die Qualität bisher immer halten haben können.

Wie war sie nun, die erste Hälfte der 12. Staffel? Ich bin geneigt mit einem „durchwachsen“ zu antworten. Nicht dass ihnen die Ideen ausgehen würden, aber seit einiger Zeit machen mir die Schreiber zu sehr auf Persiflagen. Die gab es früher auch schon, und bei Team America haben sie gezeigt dass ihnen diese Art des Erzählens eine Herzensangelegenheit ist, aber ich werde nicht recht glücklich damit. Wahrscheinlich tue ich der Persiflage eh unrecht, aber sie ist für mich eine recht simple Kunst. Und was dazu kommt, der Witz bleibt in diesen Folgen meist, nunja, harmlos. Nichts mit dem beißenden, überdrehten Kommentar zur Lage der Nation. Dass es aber genug Leute gibt, die das anders sehen, zeigt mir ein Blick auf IMDB, wo die Heavy Metal Folge (Major Boobage - Kenny am Katzenpissetrip). Und ja, natürlich ist es extrem liebevoll gemacht und macht Spaß, kann also nachvollziehen warum man verstärkt auf diese Kunst setzt. Vielleicht auch um den Erwartungen zu entkommen, das machen sie ja eh gerne, die beiden Chefs.

Die großen Momente gab es sowieso zu Genüge, vor allem die beiden Episoden mit Internet Anschluss (Canada On Strike! Und Over Logging) haben es mir angetan. Zwischen liebevollen Witzchen (Wie bringt man das Internet wieder zum laufen? Stecker rein, Stecker raus!) bis zu denen wo man sich selbst ertappt (für was nützt man das Netz? Fürs wichsen), ist hier alles relativ aktualitätsbezogen, und entspricht somit meinen Wünschen an South Park. Das Aussprechen der Vermainstreamung von oag-perversen Sexgeschichten (Tiersex, Gangbang, Speiben – mal schauen wer das als Keywords benutzen wird?), die ja kein Aussprechen waren sondern eine unfassbare Verbildlichung, mag zwar nicht die brandheiße Neuigkeit sein, nur sind sie ganz vorne dabei, und vor allem im Bereich der Massenmedien wird hier noch relativ wenig passiert sein. Zumindest nicht auf eine unhysterische Art.

Die andere Episode funktioniert auf einem ähnlichen Level, hat die sogenannte Internet-Prominenz zu Gast. Und da South Park ungefähr 10 Minuten früher als Weezer dran waren, war das ganz großes Kino, irgendwo zwischen Nostalgie-Flash (ich hatte Star Wars Kid ja schon halb vergessen), Freak-Show und Operninszenierung.



Eigentlich bin ich also zufrieden, der Einbruch lässt weiter auf sich warten, und sonst gilt immer noch, was ich schon einmal geschrieben habe: South Park ist wichtig und gut, auch wenn man das schnell einmal vergisst. Auf einen lässigen Herbst (und danach noch mindestens 3 weitere Jahre).

Dienstag, 15. Juli 2008

Doctor Horrible's Sing-Along Blog

Große Anlaysen bleiben aus, hätte es auch nicht gegeben, wenn die Seite nicht schon seit Stunden down ist (eher juhu, weil erfolgreich). Und irgendwie sagt Marko eh alles und viel gescheiter, und dem schließe ich mich sozusagen an. Es ist genau das, was man sich erwarten durfte. Eine Web-Series, mit begrenzten Mitteln erstellt, dafür mit vielen lieben kleinen Details und dem besonderen Whedon-Dreh versehen. Damit sei gemeint, gelungen ist es (auch wenn ich mich wiederholen muss und nochmals auf die Unschlagbarkeit des ersten Promo-Posters hinweise).


Doctor Horrible, in ein paar Stunden sicher wieder online. Und Teil 2 lässt dann auch nicht mehr lange auf sich warten.

Donnerstag, 3. Juli 2008

You Never See It Coming

Sopranos, das war der Startpunkt für den ganzen Serienwahnsinn der letzten zehn Jahre. Sollte man mal festhalten. HBO Serie, eine gewisse Star-Power besser gute Schauspieler (denn Gandolfini hat sich dann doch erst mit den Sopranos einen Namen gemacht, und der Bruce Springsteen Gitarrist alleine macht das Fleisch nicht fett), die episodenüberspannende Erzählung (hier war eigentlich Buffy zuerst, warum eigentlich nicht Babylon5, weil…), die Medienpräsenz, auf „anspruchsvoll“ hingemodelt und natürlich das beherrschende Über-Thema: Familie. Hier gleich in doppelter Ausführung, damit jeder kapiert um was es geht.





Letztes Jahr ging es dann zu Ende, mit dem zweiten Teil der 6. Staffel. Und es passt alles. Das große wagnerische Ende, mit welchem wir Zuschauer immer mehr gelockt wurden, richtigerweise wurde es uns vorenthalten. Denn das ist doch die große Lektion, zu Ende gehts schmutzig und nebenbei. Das Blut fließt trotzdem in Strömen, anders als erwartet. Vielleicht auch verstörender, da die Gewalt somit jeglicher Sinnhaftigkeit beraubt wurde, die uns Zuschauer ein großer epischer Showdown gebracht hätte. Das ist dann auch wunderbar kohärent, wenn man sich zB an den einen Typen erinnert, der nach seinem Thanksgivingmahl am Scheißhaus verstorben ist, Verstopfung quasi.
Und die andere Familie? Die lässt sich natürlich nicht trennen, selbst für uns Alltag-Schizos nicht. Wieso sollte es auch. Und so findet sich hier ebenso der Schmerz (meine Güte AJ, selbst Dawn war nie so eine Heulsuse) und alles ist schmutzig und trotzdem läuft das Radel weiter.

Das ins Leere laufen lassen von Handlungssträngen, kann man faul und doof finden, ist es aber nicht. Die losen Enden in unseren Leben, die lassen sich nicht verbinden. Ins Leere läuft auch die Serie am Ende [SPOILER]: eine Restaurant Szene, Tony mit Familie, die Klo Tür geht auf, das Bild wird schwarz, zehn Sekunden lang. Darf sich natürlich jeder denken was er will, aber merke: der Tod kommt unbemerkt und schnell. Haben uns Silvio und Bobby die Folgen davor gelehrt.
Silencio.

Mittwoch, 25. Juni 2008

Doctor Horrible's Sing-Along Blog

Während sich andere mit der Zukunft beschäftigen, freuen wir uns auf Doctor Horrible's Sing-Along Blog,


Ja, das wollte ich schreiben, bis ich gemerkt habe, das Marko ja schon vor Stunden auf seinem (was sag ich seinem, DEM) DollhouseBlog den Trailer gepostet hat. Was solls, jetzt auch hier, Doctor Horrible's Sing-Along Blog.




Und ich finde, das Promo-Bild sah großartiger aus.

Montag, 14. April 2008

Gerichte, und nicht die Besten

Der Fluch hat schon Recht, wenn er meint der Moretti wirkt in dem TV-Zweiteiler "Das Jüngste Gericht" als ob er ständig aufs Koks wäre. Ernst nehmen kann man diesen Überdrüber-Typen nun wirklich nicht. Lustig auch wenn der Moretti im Interview meint, dass die Dialoge kurz vor Drehbeginn überarbeitet werden mussten, weil schlecht, weil banal (nachdem man zwei Jahre lang keinen geeigneten Geldgeber für ihre tolle Idee finden konnte).

Und eigentlich ist die Story schon ziemlich blöd und Nüsse eigenständig. Die zehn Gebote? Lang nicht so spannend wie die sieben Todsünden. Sowieso, wie hier von Seven abgekupfert wird ist noch nicht mal gut geklaut. Moretti als Pitt der als letzter Vollstrecker vorgesehen ist. Naja.
Die ganze Geschichte ist eine Mischung aus langweiligen Malen-nach-Zahlen Prinzip (der kleine Tobias war mal im Schrank eingesperrt, folgerichtig wird er im Beichtstuhl enden, das Trauma und seine Wiederholung) und einer Story bei der quasi nichts passiert. Also, es gibt schon Morde, Streitigkeiten und Geficke. Aber nichts passiert aus der Geschichte heraus, es passiert halt einfach. Ohne Motivation. Und alles wird doppelt, wenn nicht gar dreifach, erklärt. Das Gezeigte ständig von den Charakteren erklärt zu bekommen, dass ist nicht Film sondern Sonderschulunterricht (no offense!).

Gut waren tatsächlich die Bilder die geliefert wurden. Das lustige Orte raten, die unglaublich spannend wirkenden aber halt gefakten Rotlichtlokalitäten (im Gegensatz dazu fand die große Polizeichefpensionierungsfeier in einem genauso existierendem Gürtel-Puff statt), die Comic-Überführung (auch wenn überstrapaziert), die Großstadt endlich mal als Großstadt - egal ob in der Großaufnahme oder der Hetzjagd durch die Straßen dieser Stadt.

Die Charaktere eigentlich auch ganz nett (im Übrigen viele Schauspieler aus "In Drei Tagen Bist Du Tot" mit an Bord). Klar, schon vorgegeben aus dem Tatort-Repertoire. Nur, der toughe Türke funktioniert halt ebenso gut wie die neue Kollegin, die nicht auf den Mund gefallen ist. So entsteht dank der Bilder und der Charaktere dann tatsächlich ansatzweise eine eigene Stimmung. Die Unruhe, die im Menschen herrscht andeutend. Zu zeigen, dass nicht immer alles mit einer Eindeutigkeit gesegnet ist (dazu braucht es keinen Moretti, der Polizeigewalt lebt). Mehr als ein Versuch ist es leider nicht.

Der Hasen-opfernde, koksende und durchaus promiskuitive DJ Sacrifice wird dann hoffentlich für einen vollen Klub STL nächste Woche im fluc sorgen.

Mittwoch, 9. April 2008

Die Fachwelt und die Volksbildung

Weil es einfach zu putzig ist. Der Standard berichtet über den ORF und desen Darlegung seines öffentlich-rechtlichen Auftrages vor dem Parlament.

Hier der Link.

Und hier die wahrhaft köstlichen Schmankerln:

# "Millionenshow": ORF-Begründung - "In der Fachwelt anerkanntes Unterhaltungsformat mit starkem Österreichbezug, das zur Förderung der Volks- und Jugendbildung beiträgt."

# Länderspiel Österreich - Frankreich: "Sportberichterstattung auf hohem Niveau; fördert das Interesse an aktiver sportlicher Betätigung."

# "Pfarrer Braun": "In der Fachwelt anerkanntes Unterhaltungsformat."

# "Dancing Stars": "Aufwändige Tanzshow mit österreichischen Stars; fördert das Interesse des Publikums an Standard- und Gesellschaftstänzen."

# "Wetten, dass ..?": In der Fachwelt anerkanntes Unterhaltungsformat, teilweise mit Österreichbezug; Koproduktion (ZDF)."

# "Troja", "Last Samurai": "Mehrfach für den Oscar nominierter Unterhaltungsfilm."

# "Rom" (Serie): "In der Fachwelt anerkannte Serie; trägt zur Förderung der Volks- und Jugendbildung bei."

# "Dr. House": In der Fachwelt anerkannte, mehrfach ausgezeichnete Ärzteserie".

Freitag, 4. April 2008

Who Do You Serve And Who Do You Trust

Dem Babylon 5 Universum bin ich ja in echter Liebe, sprich Fantum, verbunden. Näher war ich dem Nerdtum nur bei den X-Files. Aber das war Nerdtum, bei Bab5 wohl mehr Liebe, mit den Charakteren fühlen, und so.
Kurz nach dem wirklich sentimentalen Serienende (die ganzen Crewmitglieder im Abspann) kam dann auch eine neue Serie auf, die ebenso im Bab5-Universum spielt. Ein paar kurze Jahre nach dem Serienfinale (man munkelt ja, JMS habe das ganze Universum über knappe 100 Jahre ausdefiniert, und die restlichen paar Millionen davor und danach grob im Kopf). Babylon 5: Crusade war geboren.



Jetzt lief Crusade leider nie im deutschsprachigen TV, somit außer Reichweite für mich, anno dazumal. Und so richtig bemüht (Bestellen, Raubkopien, Internetsachen, whatever) habe ich mich halt nie um Serien, war mir immer fremd. Kurz gesagt, Crusade blieb für mich "die neue Serie".

Mitbekommen hatte ich nur A Call To Arms, so ein Bab5 TV-Film, das Bindeglied zwischen den beiden Serien, irgendwann um 2 Uhr Morgens auf RTL2.

Hat mich damals begeistert, beim Wiedersehen natürlich nicht mehr. Unausgegoren, wie die meisten Bab5-Filme. Auch wenn auf altbekannte Charaktere zurückgegriffen wurde, da gab es kein Leben in ihnen. Und die Story auf eine einzelne Episode (auch wenn 90 Minuten lang) runterbrechen, das war schon immer ein Problem in diesem Universum.

Was solls, eine Einführung in die Grundgeschichte ist oft holprig (ins kalte Wasser ist doch oft der bessere Weg): Es gibt da eine neue supertolle Schiffsklasse, ganz geheim, und auch irgendwie eine Mischung aus Menschen und Vorlonen Technologie. Und diese neue supertolle Schiffsklasse kommt gerade zur rechten Zeit, da die bösen, bösen Helferlein der Schatten einen gefährlichen Virus (Nanotechnologie, hallo Episode 1) auf Mutter Erde loslassen, der innerhalb der nächsten 5 Jahre sämtliches Leben vernichten wird. Also los, Super-Schiff mit Crew, macht euch auf die Suche nach der Menschen Rettung (damit werden wir erst in der Serie vertraut gemacht).

Veränderungen zu Bab5 gibt es in der Optik (na klar, der Fortschritt) aber auch und vor allem im Sound. Gefechte finden weitgehend ohne Geräusche statt, untermalt mit einer komischen Elektro-Soundtapete, die so gar nicht dazupassen will, zu den Bildern. Aber nach einem kurzen Verfremdungseffekt, funktioniert dieses Element eigentlich vorzüglich.

Das Tragische an Crusade ist die Absetzung er Serie. bevor auch nur eine einzige Folge ausgestrahlt wurde. Und auch sonst wurde ganz viel reingepfuscht. Böse, böse. Diese großen TV-Bosse halt. Der Pfusch lässt sich dann zB an der DVD-Reihenfolge festmachen, und ich nehme mal an, es handelt sich hierbei um die offizielle. Während der Produktion der Serie gab es ständige „Empfehlungen“ und „Verbesserungsvorschläge“. Neue Uniformen waren so ein Tipp, ein Faustkampf ein anderer. Zu empfehlen ist diese offizielle Reihenfolge dank dieses Kuddelmuddels jedenfalls nicht. Vor allem ist es bitter zu erleben, wie die Charaktere, welche langsam zum Leben erweckt wurden, plötzlich wieder bei Null starten müssen.



Die Charaktere sind eh eine der Stärken von Crusade. Altbekanntes Bab5-Schemata zwar, aber das passt schon. So finden sich wieder schwarze Flecken in der Geschichte der Crew (im doppelten Sinne – Erinnerungslücken als auch Schandtaten, haha). Und auch der alte Londo/G’Kar Gag – der anfängliche Schleimpatzen, dem man dann im Laufe der Serie den Boden unter den Füßen wegzieht und somit menschlich macht – wäre vermutetermaßen beim Herrn Archäologen zur Anwendung gekommen. Und doch war genug Eigenständiges dar, die Furcht eines Abklatsch war für mich zu keinem Moment gegeben.

Toll an Crusade ist, dass es sich nahtlos ins Babylon 5 Universum einfügt. Die ganze Mythologie, sie ist vorhanden und unberührt. Als ob man fehlende Legosteine perfekt ins Gesamtkunstwerk einfügen würde. Gezeigt hätte es sich auch darin, dass immer mehr altbekannte Charaktere bei Crusade einsteigen hätten sollen, angefangen hat es mit Captain Lochley. Soap-Opera Galore, also. Sicher nicht einfach für Neulinge, aber persönlich finde ich so etwas sehr spannend, wenn man merkt da gibt es unzählige Verzweigungen, Verbindungen, eine große Geschichte deren Fäden ich an jeder Ecke aufnehmen könnte.

Die großen Fragen aus Bab5 („Who Are You? What Do You Want? Where Are You Going?“) sind beantwortet, also braucht es neue. „Who Do You Serve? Who Do You Trust?” Klingt nicht allzu spannend, kann man aber sicher auf altbekannte philosophische Fragen runterbrechen. Loyalitäten, freier Wille, Zugehörigkeit, das soziale Umfeld (da hätten wir Mensch vs Alien, Erde vs. Mars, Telephaten vs der Rest, usw).

Die paar Folgen von Crusade zeigen dass es eine gute Serie geworden wäre. Das was nicht mehr gefilmt wurde, weist darauf hin, dass es eine Wahnsinns-Serie geworden wäre. Das mit dem Virus, nur ein Zwischenspiel für das was gekommen wäre. Tod, Verrat, "Wir gegen das Universum" – so etwas ist immer gut und spannend. Aber leider.
Gestorben ist das Bab5-Universum damit nicht. Es gab da noch einen Pilot für eine Serie, die nie realisiert wurde (hach) und seit einiger Zeit das Projekt der Lost Tales. Vielleicht wird das ja doch noch was, mit den Fragen.

Donnerstag, 31. Januar 2008

2007 - Unsere Besten - Bewegte Bilder

Schon klar, um Wochen zu spät. Aber nichtsdestotrotz auch von meiner Seite ein Best of 2007.

Ins Kino gehe ich ja seit Jahren nur mehr sehr selten. Und wenn dann vermehrt auf Retrospektiven. Oder als Teil der ganzen Hit-mach-mit-Viennale-Gaudi.
Warum dem so ist, kann ich gar nicht so genau sagen. Erst im Rahmen der tollen Spätwestern-Reihe hab ich mir gedacht, um wieviel besser doch das Kino als Ort ist. Da hab ich noch kein Home-Cinema-System gesehen, dass da mithalten könnte. Zugegeben, allzuviele von denen kenne ich nicht. Aber die große Leinwand! Der Raum und das Dunkel! Der Sound! Die erhöhte Wahrnehmung! Das Popcorn!
Vielleicht ist auch einfach das pöse, pöse Filesharing schuld. Nicht dass ich so etwas bei Filmen nützen würde (echt nicht!), aber hat das vielleicht doch zu einer Knausrigkeit geführt? Ein Film ist mir kein Geld mehr werd? Wieso borge ich mir dann DVDs aus der Videothek aus?

Wieauchimmer. Bester Film des Jahres war Blades Of Glory. Will Ferrell und der Typ aus Napoleon Dynamite. Ein schwuler Sport. Körperkomik. Und die Normalos werden als die Freaks entlarvt. Da kann nur ein großartiger Film rauskommen.



Ganz toll auch das Eastwood Doppelpack, ganz einfach weil ich Eastwood mag. Persönliche Vorlieben haben immer Recht und seine Welt bleibt in Melancholie getunkt.

Romeros Diary Of The Dead war sicher nicht so blöd wie manch einer behauptet hat, und vermutlich wird er auch besser sein als Cloverfield.

Die Hard 4.0 war ganz korrekt, nur war das nicht wirklich John McClane der da auf der Leinwand für uns gelitten hat. Der 5. Harry Potter Teil war, nunja, Stückwerk, so wie die vorherigen Teile halt. Man könnte fast sagen ein Jugendfilm. HAHA. Wobei, die ersten zehn Minuten waren DER SHIT! Wirklich großartiger Anfang, alleine dafür hat der Film sich seine Millionen verdient. Was da alles drin steckte. Und zum Fürchten wars auch.

Und das wars auch schon. Öfters war ich nicht im Kino. Wobei, die Hälfte davon habe ich eh nur auf DVD gesehen. Arg.


Fernseher habe ich ja jetzt auch keinen mehr. Also Fernseher schon, in unserer WG finden sich deren vier, aber halt kein Empfang. Digital ist besser. Naja, Mitten im Achten (erinnert sich noch jemand?) fand ich, die dreimal die ich es mir angeschaut habe, recht langweilig und unglaublich unlustig. Aber die letzte Folge, die war schon die beste. Haha.
Szene war gar nicht so blöd, Das Magazin mit der Pölzl, naja. Erkläre mir mal einer den Unterschied zu 25. Aber ich bin für das alles wahrscheinlich nicht die Zielgruppe.


Scheinbar immer noch am aufsteigenden Ast sind Serien. Sogar das TV-Magazin des NEWS-Imperiums hat seine eigene Serien-Info Seite ins Heft eingebaut. Rechtzeitig zum Beginn des US-Autorenstreiks.
Die quasi freie Verfügbarkeit und die praktische Gleichzeitigkeit mit der man Serien auch im kleinen Österreich sofort nach der US-Austrahlung anschauen kann, das ist schon faszinierend, wie das zu einem schneller-höher-weiter geführt hat. Nachzusehen in der Bestenliste von unserer lieben Cornelia.

Wirklich mitspielen tue ich aber auch hier nicht. Bei den Sopranos habe ich mittlerweile fast die gesamte erste Hälfte der sechsten (und finalen) Staffel angesehen. Schönheitsfehler, die wurde schon im Jahre 2006 auf HBO ausgestrahlt. 2007 war schon die zweite Hälfte dran.
Trotzdem erwähne ich die Sopranos hier. Weil mir die zehn Folgen die ich bisher gesehen habe richtig Freude bereitet haben. Das gemächlichere Tempo, welches die Serie angenommen hat, tut ihr nur gut.
Klar, die Brokeback Mafia Sache kann man ein wenig konstruiert finden, aber das ist großes Storytelling, wie hier erzählt wird, in seiner, nunja, Konstruiertheit. Und der Humor. Alles ist viel leichter. Mehr Alltag, es plätschert dahin, man wird alt und gebrechlich. Der Körper, die Familie, die andere Familie. Das erinnert auch ein wenig an Eastwood.
Vielleicht liegt meine wiedergefundene Freude an der Serie aber auch daran, dass ich es gemächlicher angehe, nach dem DVD-Boxen Marathon den ich mit der vierten und fünften Staffel veranstaltet habe.



Die einzige Serie bei der ich halbwegs am aktuellen Stand bin, bleibt South Park (aber auch hier erst 8 von 14 möglichen). Bin zwar nicht unbedingt ein großer Fan der Film-Persiflagen, die sie vermehrt aufgeführt haben in Staffel 11 (300, 24, The Da Vinci Code), aber South Park ist immer noch so verdammt gut, dass es weh tut. Weh tut nämlich, dass South Park (zumindest in meinem Umfeld) nicht die Wertschätzung widerfährt, die der Serie zustehen würde. Klar, es gibt sie jetzt schon ewig, und sie wurde sicher schon oft genug von den falschen Leuten vereinnahmt. Aber dafür kann die Serie ja nichts. Die kämpfen doch gegen jegliche Vereinnahmung an. Und das unglaubliche Gespür das South Park für Probleme/Themen/Agenden besitzt, die gerade am brodeln sind, verbunden mit der unendlich kurzen Reaktionszeit auf aktuelle Geschehnisse. Das macht den Jungs von South Park doch wirklich niemand nach.
Dazu der Versuch der Formelhaftigkeit zu entkommen. Was oft genug gelingt. Und natürlich der unschlagbare Witz. Um den soll es ja auch gehen.

Freitag, 24. August 2007

geht ja doch


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