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Mittwoch, 20. August 2008

Straight Edger Meditaionsgruppe

Ich hab mich von ein paar Straight Edgern, die ich bei einem Hardcore Konzert kennen gelernt habe, zu einer Meditationsgruppe einladen lassen.
Da ich ja auch hier bin um neues zu probieren, war mir das einen versuch wert.

Ich saß da also, im Kreise von heavy tätowierten hardcore Mädchen und Jungs, die nebenbei auch Buddisten sind und wöchentlich diese Meditaionsgruppe abhalten, immer Sonntags abend. Das läuft so ab: die erste halbe Stunde gibt es eine gefuehrte Meditation und dann gibt es ein Gespreach, bzw. der, der die Meditaion führt (der teacher) spricht. Dieser zweite Teil erinnert dann eher an eine Predigt, wenngleich auch der Inhalt anders ist als in der Kirche. Buddistische Quintessenz: alles was Schmerz reduziert ist gut, alles was Schmerz vergroessert ist schlecht. Und regel Nummer ein ist, lies Buddas Buch aber glaub kein Wort das drinnen steht. Is ja ok, aber fuer mich als unreligiöser Mensch war das dann doch alles zu spiritistisch. Und 'gepredigt' wird trotzdem als wüsste man wie die Welt läuft, wenn auch immer unter dem Vorzeichen, nehmt uns nicht für voll, bildet euch eure eigene Meinung.

Die Meditation dieses Mal war aber die Buddistische Todesmeditation. Kurz: man imaginiert seinen eigenen Tod. Ich bin gluecklich im Altersheim gestorben, ganz plötzlich, beim Fruehstück. Die meisten von euch waren schon Tod. Dann imaginiert man wie sein eigener Körper verwest und von den Würmern gefressen wird.

Es ist mir nicht ganz uneinsichtig, warum Straight Edger da drauf abfahren. Ich war nie Straight Edge. Und werd auch nicht mehr hin gehen.

Dienstag, 12. August 2008

regenbogen

gestern gabs hier den besten regenbogen der welt. eigentlich warens sogar 2 nebeneinander (der 2. ist leider kaum am foto zu erkennen). ich bin leider schlechter fotograph und der regenbogen kommt hier nicht im geringsten zur geltung, wie er war.
regenbogen

Samstag, 9. August 2008

overkill overkill

Seit ich hier bin (6 Wochen) hab ich ungefaehr 20 Abende mit Konzerten verbracht und so ca. 50 bis 60 Bands gesehen. Neben einem 40stunden+ Job ist das nicht schlecht. Liegt aber teilweise wohl auch daran, dass sich mein soziales leben mehr auf die Arbeit beschraenkt.
Am lustigsten in Erinnerung hab ich dann komischerweise doch die local Vorbands, die sich einen freuen vor irgendeiner Name-Band spielen zu duerfen.

Ein bissi anders war das Donnerstags. Headliner CSS und The Go Team. Beide waren fad, der Sound war auch schlecht und es klang alles gleich. Das Publikum hat trotzdem zu Hauf bis fast in die letzte Reihe getanzt. Das ist hier aber kein Qualitaetsmerkmal an sich, hab ich gemerkt. People are always dancing. Nur des tanzens willen. Vor allem Hipster haben eine besondere Art des Gruppentanzen entwickelt, die, kommt mir vor, oft unabhaengig vom Takt ausgeuebt werden kann. Das ganze waere gleich ohne Musik. Das entnimmt dem ganzen die Authentizitaet und parodiert die Konnotation des originalen Gefuehlsausdruck des Tanzens, das find ich gut, ich kann trotzdem keine Typen in engen kurzen Jeans oder Shorts mehr sehen.
Gut, zurueck zum Konzert. War fad. 1. Vorband waren "Natalie Portmans Shaved Head", Westcoast-Hipster. Haben sehr sehr aufdringlich versucht hyperaktiv und cool auf der Buehne zu wirken. und waren fad.
2. Vorband Matt & Kim, hab ich tatsaechlich zum zweiten mal in Philadelphia gesehen. Waren besser als beim ersten Mal. Hatten den besten Sound am Abend und die Schlagzeugerin spielt einfach mit Begeisterung, und die beiden sind schon lieb. aber ja,...
Zusaetzlich war noch aergerlich, dass sie mich nicht in den Trinkbereich gelassen haben, weil nur mein Pass, als gueltige ID gilt. Bis jetzt hat es immer gereicht, wenn ich durch irgendeinen Ausweis mit Foto beweisen kann, dass ich Trinken darf.

Gestern hab ich mich dann zur Soulwax night mit 2 Many Djs und The Juan MacLean begeben. Das Plus des Abends war: Das war ein richtiger Nachtclub, mit 3 Floors, der nicht um 2 zusperrt (wie alles andere hier), man darf drinnen rauchen und es war voll. Es war auch ganz nett. Der Whisky war gut.

Jetzt hab ich aber einen Musik-overkill und ich werd mich die restlichen Wochen wohl mit Kunst beschaeftigen.

Ich haette hier hin gehen sollen: Geeks and Toys.

Freitag, 8. August 2008

laeutende Telefonzellen

gestern, nach dem konzert, am nachhauseweg bin ich an einer klingelnden telefonzelle vorbei gekommen. da war niemand weit und breit (und ich kenne laeutende oeffentliche telefone nur aus mafia-filmen und serien). ich hab kurz ueberlegt und abgehoben.
am anderen ende war jemand, der irgendwas in schlechtem englisch geplappert hat. ich hab erklaert, dass er hier an einem strassentelefon anruft. er hat wohl gemerkt, dass er da falsch ist und hat dann aufgelegt. ich auch.

Donnerstag, 7. August 2008

Namen

die Leute hier unten, vor allem jene, mit denen ich eigentlich nicht zusammearbeite, merken sich meinen Namen nicht so (Cornelia ist nicht so ueblich scheinbar). ausdemgrund haben irgendwann alle angefangen haben mich Gabrielle zu nennen. und ich hab irgendwann aufgehoert zu wiedersprechen...

Mittwoch, 6. August 2008

Zimmer

Jetzt, nach 5 ½ Wochen, beginnen mir zum ersten Mal die schlechten Sachen hier aufzufallen. Ich mag mein Bett nicht zB. Es ist klein und macht Geraeusche bei jeder Bewegung. Da ich mich recht viel herumdrehe ,in der Nacht, wecke ich mich dadurch manchmal selber auf. Deswegen bin ich wohl tagsueber dann immer muede, oder immer unausgeschlafen, obwohl ich mir eh immer mindestens acht Stunden Schlaf goenne. Dafuer hat es Rollen und ich kann es ueberall hinschieben, wenn ich will. Hab ich aber noch nicht gemacht. Die Matratze ist aus hartem Federkern und irgendwie auch nicht so bequem. Ausserdem ist das ding alt und grausig, aber ich versuch einfach so wenig als moeglich unter mein Leintuch zu sehen.
Generell, mag ich mein Zimmer nicht. Der Holzboden sieht zwar schoen aus, riecht aber komisch. Deswegen hab ich mir am ersten Tag eine Dufkerze namens „Rainshower“ gekauft. Jetzt riecht mein Zimmer abwechselnd nach boden und „Rainshower“.
Die Moeblierung ist weiters spaerlich. Es gibt ausser dem Bett noch ein Nachkaestchen und einen Wandschrank. Und einen uebergrossen Lederschreibtischsessel, jedoch ohne zugehoerigen Schreibtisch. Aber heutzutage passt der Computer ja auch auf die Knie, wer braucht da Tische! Meine Papers liegen auch praktischerweise, aus Mangel an Ablage, am Boden.
In meinem Nachttischchen befindet sich noch Waesche von meinem Vorgaenger. Ich hab es nur einmal schnell aufgemacht und dann wieder zu gemacht und nie wieder rein gesehen. Es hat hier mal ein Junge gewohnt, zu sehen an anderen Gegenstaenden, die im Zimmer hinterlassen wurden.
Allerdings wohne ich hier nur fuer kurze Zeit, da ist das alles irrelevant. Und 570 dollar ist scheinbar auch wirklich billig.

Dienstag, 5. August 2008

arbeit

mein suesses kellerbuero befindet sich an der Temple University . ja, ich hab zwei computer. weil die daten an einem, vom internet abgetrennten, seperaten computer sein muessen. bis jetzt hab ich aber noch nicht heraus gefunden, was an den daten wirklich geheim gehalten werden muss. ausser, dass diese datensaetze viel geld kosten.


PICT0021 (jpg, 954 KB)

unsere fahne ist das Temple-T, in pink!
PICT0038

und unser maskottchen die temple-owl. normalerweise sucht man sich ja eher aggressive tiere als maskottchen, das hat hier wohl net so geklappt. obwohl, eigentlich schaut sie schon sehr böse drein.
images

was kann man sonst sagen: die uni gilt als divers, was ethnizitäten anbelangt; und bill cosby hat mal hier studiert, allerdings nur fuer BA. das ist so alles was man weiß drueber.
insgesamt ist die uni nicht elite, aber auch nicht schlecht.

mein chef, jay, arbeitet in der abteilung fuer Social Administration, also der studienrichtung fuer sozialarbeit. beschäftigt sich aber hauptsächlich mit väterforschung und ist in diesem bereich auch sehr renommiert.

PICT0042

die kollegen sind auch nett. leider bin ich nicht so intensiv am fotographieren, deswegen gibt es nur eins von Honey derweil. aber wen interessiert das eigentlich auch...
PICT0040

arbeiten tu ich da jetzt an einem projekt darueber wie risikofaktoren die Väter und Mütter haben sich auf die kognitiven Fähigkeiten von Kindern auswirken (ihr koennt jetzt ruhig gähnen). ich programmiere hauptsächlich, das hab ich hier schon früher erwähnt und schreibe am artikel. raus kommt dabei dann so ein strukturgleichungsmodell.
path

Mittwoch, 30. Juli 2008

Locals

pony pants

Sonntags im Vorprogramm der Ruby Sons and Tilly and the Wall erlebt.

So klingen Bands die wohl eine Metalvergangenheit haben, irgendwie aber doch versuchen wie Le Tigre zu klingen.
Sie muessen noch ein wenig ueben (fuer die live-auftritte). aber das wird schon.

Dienstag, 29. Juli 2008

erste fotochens - apartment

hier wohn ich:

Center City, Rittenhouse Square.

und so wohne ich:
wohnzimmer

PICT0001

PICT0004

mein zimmer

PICT0005

aussicht von der dachterrasse

PICT0008

einer, meiner beiden brasilianischen mitbewohner. der andere war irgendwie schon laenger nimmer daheim. weiß net wo er ist. beide wirtschaftstudenten and der UPenn (sehr renommiert).

PICT0014

Montag, 21. Juli 2008

cameras

ich war am wochenende in meinem pinken kleid eine camera kaufen. der verkaeufer hat mir darauf hin, weil er wohl dachte ich mag pink, jede menge rosa cameras gezeigt.
und: ich hab auch eine rosa camera gekauft, allerdings eher weil sie meiner preisvorstellung entsprochen hat. er dachte sicher, wegen der farbe!

wichtig ist aber, bald gibts fotos!

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